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Bei seinem erst zweiten Saisonstart musste Top-Pilot Mathias Weller gleich im ersten Durchgang antreten. Mit seiner wunderschönen Corvette legte er gleich mal ein paar schnelle Runden hin. Doch insgesamt war dieser Lauf von einigen Chaos-Phasen geprägt. Da kam der richtige Rhythmus nicht auf und so gewann Mathias zwar seinen Lauf, doch war gleich klar, dass er mit einer Gesamtdistanz von 159,69 Runden wohl nicht aufs Podest fahren wird können.

Im zweiten Durchgang musste sich André Ammer mit den Nachwuchspiloten messen. Doch der Ferrari-Fahrer konnte seine sonst übliche Renngeschwindigkeit nicht abrufen. Dies ging auch den anderen Ferrari-Piloten so. Die italienischen Boliden sind mit den Bahnbedingungen nicht richtig klar gekommen. Die Reifen kamen nie richtig auf Temperatur und so fehlte es an allen Ecken an Grip. Peter Kalsow erkannte das bereits im freien Training und nutzte eine Lücke im Reglement (Anhang C, Art. 1/64), um auf eine Corvette umzusteigen.

So kamen dieses Mal nur zwei 575er zum Einsatz, der Tiefpunkt aus Sicht der Italiener. Dagegen steigt der Anteil von Porsche GT3 explosionsartig an. Mit 11 Rennern stellten die Zuffenhausener das zweitgrößte Kontingent. Nur Chevrolet übertraf mit 13 Modellen diese Marke und war auch leistungsmäßig wieder der Maßstab. Platz eins bis vier ging an die Wagen aus Detroit. Auf Platz fünf kam Manuel Radlinger mit seinem Black Swan. Dabei hatte er Anschluss zum vierten Platz, es fehlten ca. zwei Meter.

Die Hoffnungen von Aston Martin lagen auf dem amtierenden Meister Roland Preuß. Doch sein Flitzer blieb am Start stehen. Der Bordcomputer schaltete auf Störung und bis die Boxencrew den Fehler beheben konnte, hatten die Konkurrenten bereits über 15 Runden abgespult. Auf seiner Aufholjagd fuhr der Werksfahrer eine Rekordrunde nach der anderen und stellte so die Wettbewerbsfähigkeit der Renner aus Gaydon unter Beweis.

Einen weiteren Zwischenfall gab es am Start der Schnellsten. Im Startsystem der silbernen Corvette war die Kupplung nicht optimal kalibriert und so zuckte der Renner etwas nach vorne noch bevor die Ampel auf grün sprang. Durch die umgehend verhängte Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts, lag Hans Hüttlinger sofort zurück. Mit entsprechend dickem Hals kämpfte er sich aber schon im ersten Lauf quer durchs Feld und legte eine schnellste Runde nach der anderen hin. Mit 10,269 fuhr er auf Spur 4 die Tagesbestzeit.

Jürgen Mainka fand zurück zu alter Stärke. Mit dem neuen 4-Ventil-Kopf hatte seine Corvette ordentlich Dampf und er spielte ganz vorne mit. Doch ab etwa Mitte des Rennens war zu erkennen, dass er Hans und Udo Hüttlinger nicht halten können wird. Sein sechster Gang war zu lange übersetzt und so verlor er Hundertstel um Hundertstel.

Insgesamt war dieser Rennabend einer der Ruhigeren. Die fehlerhaften Getriebe sind aussortiert, es gab wenig Chaosphasen dafür viele Positionswechsel und enge Zieleinläufe. Von Platz vier bis neun lagen alle innerhalb von eineinhalb Runden. Das Catering war wieder allererste Sahne. Mit Würstchen aus Österreich und einem raffiniert exotischem Salat aus südamerikanischen Knollenwurzeln brachten sich die Starter in Form.

Schnellster der 33 Starter war einmal mehr Udo Hüttlinger. Mit seinem vierten Sieg in Folge baute er seinen Vorsprung weiter aus und liegt mit 244 Punkten klar in Führung. Dahinter kämpfen Hans und Jürgen um Anschluss. Mit schon deutlichem Abstand folgt eine Kampfgruppe aus vier Fahren die nur durch drei Punkte getrennt sind. Eine ähnlich enge Situation ergibt sich auf Gesamtrang neun bis zwölf. Da noch keiner der Top-10 einen Lauf aussetzen musste, zeigt das Ergebnis durchaus das unverzerrte Kräfteverhältnis.

Abschließend möchte ich noch zu einem heiß diskutierten Thema kommen. Am 22.7.2011 sind elf der Top-15 Fahrer auf anderen Rennen im Einsatz. Die Fahrergewerkschaft Slotcar Driver Association (SDA), in der eine Vielzahl der Piloten organisiert sind, hat einen Antrag auf Terminverschiebung des Juli-Laufes der GT-Serie auf den 29.7 2011 gestellt. Connection-Zampano Long hat diesen Antrag sofort abgewiesen und sich gegen den Chef der GT-Serie gestellt. Dieser unterstützt den Antrag auf Verschiebung. Im vorderen Mittelfeld würde das Rennen am 22.7.11 zu einer Positionsverschiebung führen, die nicht dem wahren Kräfteverhältnis entspräche. Außerdem wäre das Starterfeld stark dezimiert, argumentiert der Sprecher von SDA Wolfgang Sattler. Long und weitere Verfolger dagegen hoffen auf big points und sind deswegen gegen die Verschiebung. Eine Anhörung bei den Extremely Honored and Engaged Champions (EHEC) wird in der kommenden Woche zu einer Entscheidung führen.

Bei den Nachwuchsfahrern rasiert Hendrik Sattler alles was sich ihm in den Weg stellt. Geht es so weiter, kann er sich schon im Juli die Meisterschaft sichern. Nina bleibt weiter die best platzierte Dame und hat sich fest im Mittelfeld etabliert.

Zum kommenden Lauf am 24.6.11 bringt Aston Martin eine optimierte Radaufhängung mit und der Kreis der Siegfahrer wird sich damit voraussichtlich wieder erweitern. Bleibt zu hoffen, dass die Sloteria Ferrari nicht weiter Personal abbaut und auch in Zukunft für Top-Platzierungen gut ist.

So long
Euer Uwe