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Früh morgens auf dem Parkplatz des neuen Stadlbauer Firmensitzes in Salzburg konnte man den Eindruck gewinnen, Mittelfranken liege in Österreich. AN, FÜ, N, NEA, RH und auch SC waren die ersten Buchstaben der Kennzeichen auf den geparkten Fahrzeugen. Traditionell sind in den Städten rund um Nürnberg besonders viele Hardcore-Fans der Marke Carrera anzutreffen. Allein die Slot-Connection aus Wendelstein, nach eigenen Angaben der mit Abstand geilste Rennbahnclub unter dem Firmament, war mit 8 Mitgliedern und 8 Förderern in Salzburg vertreten.

Mit zunehmend sich füllendem Parkplatz ging der erste Eindruck dann doch etwas verloren und es kristallisierte sich der internationale Charakter des Treffens heraus. Rennbahnfans aus allen deutschen und österreichischen Provinzen waren anzutreffen und multilinguale Talente waren mangels Dolmetschern deutlich im Vorteil.

Um 10:00 Uhr ging es dann los, Christina begrüßte die Besucher, Sandra und Heiko übergaben die reichlich gefüllten Präsenttaschen. Auch dieses Jahr freuten sich die Clubmitglieder wieder über Carrera-Modelle. Neben DTM-Flitzern gab es noch einen gefüllten Fahrer- und Schraubergürtel, dazu aktuelle Prospekte, das Tagesprogramm und Getränkegutscheine für das Watzmann.

Gegen 11:00 Uhr ging es dann in drei Bussen zum Residenzplatz, wo die für das VIP-Rennen qualifizierten Raser auf einer dem Salzburgring nachempfundenen Strecke um das erste Gaisbergset 2011 kämpften. Till Reese fuhr auf Ankommen und hatte damit die passende Taktik um auch den bekannt schnellen Konstantin Bamberg hinter sich zu lassen. Im Rennen auf Ford GT40 unterwegs nahm Till nun das Set mit der grünen Cheetah, das aktuelle Gaisberg-Sondermodell und dem blauen Ferrari 250 GTO in seinem Jaguar mit nach Krefeld.

Während den VIP-Läufen füllte sich der Residenzplatz zunehmend mit den Teilnehmern des Gaisbergrennens. Neben Andreas Stadlbauer waren so bekannte Namen aus dem Motorsport wie Monte-Sieger Rauno Aaltonen, der übrigens hervorragend deutsch spricht, und Dieter Quester vor dem Dom vertreten. Der Wiener, er war bereits Europameister mit dem Rennboot bevor er auf Rennwagen umstieg, fuhr wie jedes Jahr einen BMW-Klassiker vor. Dieses Jahr war es ein 507er Cabrio.

Als erstes Fahrzeug kam der Lohner-Porsche auf dem Residenzplatz an. Ernst Piëch steuerte eigenhändig dieses Fahrzeug aus dem Jahr 1901. Später bildete sich um einen auf dem Transporter eintreffenden Porsche 917-10 eine riesige Traube von technikbegeisterten Rennfans. Da konnte der Eigentümer es sich nicht verkneifen das 1000-PS-Monster auch mal zu starten. Kurz vor Beginn des Stadt-Grand-Prix wanderte der Carreratross wie jedes Jahr zum Watzmann um vor dem Zeitnahmebus einen ungehinderten Blick auf die vorbeifahrenden Pretiosen zu haben. Und da geschah das Unfassbare. Eingefleischte Carreristi rieben sich verwundert die Augen und fragten sich ob Andreas Stadlbauer die falschen Kerzen ausgewählt hat. Denn entgegen der Gewohnheit vor den Carrerafans den E-Type richtig fliegen zu lassen, passte Herr Stadlbauer dieses Jahr seinen Fahrstil den anderen Schnauferln an und ging auf Zehnteljagd für die Gleichmäßigkeitsprüfung.
Einige Clubmitglieder waren deswegen derart verwirrt, dass sie um ein Haar die Busse für den Transfer zurück nach Puch verpasst hätten. Zurück im Firmensitz gab es prompt eine Entschuldigung von Herrn Stadlbauer für die unkultivierte Fahrweise. Anschließend begann das weit gefächerte Abendprogramm. Nach gewohnt perfektem Abendessen konnten die Teilnehmer sich ihren Abend nach Wunsch einteilen. Neben Führungen durch das neue Gebäude standen wie immer Clubrennen auf dem Programm. Tabakfans genossen die Raucherterrasse, Sammler erfreuten sich an der Präsentation von Fahrzeugen aus der Carrerageschichte, Schnäppchenjäger gingen auf den gleichnamigen Markt und kreative Nachwuchsmusiker beschallten den Showroom. Zahlreiche Besucher arbeiteten bereits für den nächsten Schnäppchenmarkt. Dort dürften zwischen Fahrzeugmodellen auch die Reste der Carrera Flugschule zu finden sein.

Zurück zu den Rennen die diesmal mit dem 458er Italia ausgetragen wurden. Bei den Kindern platzierte sich Lukas Schreppel vor Moritz Schuler und Felix Richter. Die Jugendlichen gaben ordentlich Gas, dabei setzte sich Rio Lachmann durch knapp gefolgt von Bastian Füßer und Hendrick Haddenhorst. Bei den Damen wird der Wettbewerb von Jahr zu Jahr professioneller. Nina Ackermann sicherte sich das erste Gaisbergset des Abends. Sie kam direkt aus einem mehrtägigen Trainingscamp. Zusammen mit Topfahrer Manuel Radlinger schliff sie, auf allen in Wien zur Verfügung stehenden Rennbahnen, erfolgreich an ihrem Fahrstil. Mit Marion Radlinger kam ein weiteres Teammitglied der Cadolzburger auf Rang zwei gefolgt Claudia Meiseleder.

Den K.o.-Schlag für alle anderen ambitionierten Carrerafahrern besorgte Manuel Radlinger höchst persönlich. Sah es bis zum Halbfinale noch so aus als hätten andere Kandidaten eine echte Chance, fuhr der Team-Leader im Finale zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und nahm so die zweite Gaisberg-Packung mit ins mittelfränkische Cadolzburg. Respekt und Gratulation. Platz zwei belegte Werner Falkenstätter und Udo Hüttlinger war der Drittplatzierte.

Um 23:30 Uhr waren dann alle Sieger geehrt und so langsam ging das 23. Carrera Clubtreffen zu Ende. Noch schnell ein paar Flaschen Captain-Carrera-Radler eingepackt, Servus gesagt und ab auf die A10. Und keine fünf Minuten später freuen wir uns schon aufs Gaisbergrennen 2012. Vielen, vielen Dank für die Einladung, die vorzügliche Verköstigung, die freundliche Betreuung, die vielen Geschenke und Preise. Wir werden wieder eine Menge Ehrgeiz und gute Laune mitbringen.